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Extreme Lieferschwierigkeiten für Ersatzteile bei Samsung

 

Schon seit geraumer Zeit ist bei deutschen Reparaturdienstleistern zu beobachten, dass bestimmte Ersatzteile des Herstellers Samsung aus Südkorea nicht mehr oder nur sehr schwer lieferbar sind. Hierzu sind nun einige neue Gerüchte aufgetaucht.

Fakt ist, dass die Lieferschwierigkeiten sich nicht nur auf Deutschland erstrecken, sondern das Problem weltweit besteht. Besonders betroffen sind Displaymodule, welche zur Reparatur nach einem Sturz- oder Druckschaden benötigt werden. Hier vorrangig betroffen sind aktuell die Modelle Samsung Galaxy S5, Samsung Galaxy S6 sowie S6 Edge sowie Samsung Galaxy S7 Edge. Teilweise sind nur noch bestimmte Farbtöne lieferbar, teils jedoch auch überhaupt keine Displaymodule. Das verunsichert nicht nur die 12 großen Samsung Servicestützpunkte in Deutschland, welche ebenso von der Ersatzteilflaute betroffen sind, sondern auch zahlreiche Handywerkstätten. Kunden müssen mit geschätzten Lieferzeiten von mehreren Monaten rechnen. Mit einer normalen Versorgung ist nach inoffiziellen Quellenangaben vor 2017 nicht zu rechnen. Problematisch ist vor allem auch der Rückstau der noch offenen Bestellungen. Diese reichen mittlerweile in Stückzahlen von mehreren 100.000 hinein.

Bis diese Rückstellungen abgebaut sind, kann es selbst bei einer wieder normalen Belieferung einige Monate dauern. Experten mutmaßen, dass sich die Bedienung der bereits getätigten Bestellungen bis Mitte 2017 erstrecken könnte.


Warum hat Samsung derartige Lieferschwierigkeiten?

Nach dem Samsung Galaxy Note 7 Fiasko, dessen Akku sich nach einiger Zeit von selbst stark aufblähte und in einigen Fällen sogar explodierte, wurden Stimmen laut, die Ersatzteilflaute könne hiermit zusammenhängen. Sprich, Samsung versucht so schnell wie möglich sämtliche Ressourcen auf dieses Modell und dessen Nachproduktion zu vereinen. Eine andere Theorie besagt, es herrsche derzeit eine Rohstoffknappheit. Speziell die für die Hauptplatinen benötigten seltenen Erden seien derzeit knapp.

China ist hier der Weltmarktführer. Nach Expertenmeinung könnte auch eine wirtschaftliche Absicht hinter einer künstlichen Verknappung stecken. Viel glaubwürdiger ist jedoch die Annahme, dass die Insolvenz der Großreederei Hanjin die Auslieferung der benötigten Samsung Ersatzteile behindert.

Es ist die Rede von 20 Containerschiffen mit mehr als einer halben Million Containern, welche aufgrund der Zahlungsunfähigkeit der Reederei nicht mehr im Stande sind, die Liegegebühren in den Häfen zu entrichten. Somit ist ein Anlegen der Frachtschiffe oder ein Löschen der Fracht aktuell unmöglich. Die Schiffe liegen in internationalen Gewässern vor Anker und warten darauf, wieder agieren zu können. Doch ohne einen Aufkäufer der zahlungsunfähigen Reederei, lässt dieses noch auf sich warten.

Eine baldige Lösung der Ersatzteileknappheit bei Samsung Bauteilen ist also derzeit nicht absehbar.

 

 

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